80 Jahre nach NSDAP

Hat Deutschland nichts aus dem Dritten Reich und dem Einparteienstaat mit NSDAP unter Hitler gelernt? 80 Jahre danach wird die AfD drittstärkste Kraft im Bundestag. Eine Schande für Deutschland und seine neuerliche Rechtsextremität. Zu tief sitzt das vererbte Trauma in deutschen Familien. Ohne jemals insbesondere in ostdeutschen Bundesländern aufgearbeitet worden zu sein.

vererbte Zwangsarbeit

Das neue NS Dokumentationszentrum in München erinnert mit einer Ausstellung an die 150.000 Zwangsarbeiter des 3. Reiches. Diese wurden von 1939 bis 1945 systematisch ausgebeutet. Sie arbeiteten in der Landwirtschaft, in der Industrie wie beispielsweise BMW, bei der Reichsbahn, in Kirchen und im öffentlichen Dienst mehr als 12 Stunden pro Tag. Bei geringster Bezahlung waren sie in 30.000 menschenunwürdigen Arbeitslagern untergebracht. Männer, Frauen und Kinder. Der Kontakt mit der deutschen Bevölkerung war strengstens untersagt. Diese Kriegsbetroffenen wurden körperlich und psychisch so hart als Arbeitssklaven benutzt, dass ihr vererbtes Trauma bis in heutige Generationen reicht.

Ballastexistenzen

Uwe Timm hat seinen neuen Roman IKARIEN dem Thema Rassenhygiene gewidmet. Dieser setzt in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges ein. Deutschland liegt in Trümmern. Das Trauma der in den Kzs ermordeten Schwulen und geistig Behinderten wird offenbar. Sehr bitter, nahrhaft und lesenswert! Ein weiterer Roman zum vererbten Trauma!

Danke für mehr als 100 Kommentare

Das Bloggerteam möchte sich an dieser Stelle herzlich für Ihre treue Leserschaft bedanken. Mehr als 100 autentische, hilfreiche und genial auf den Punkt gebrachte Kommentare werten unseren Blog VERERBTES TRAUMA nachhaltig auf. Was und passiert ist, ist uns jetzt nach dem Schreiben und Kommentieren ferner als noch zur Zeit des direkten Erlebens als Kriegsenkel. Es bedrängt uns innerlich nicht mehr so. Wir können die Identität der Erfahrung micht mehr in uns abrufen. Sie ist wundersamerweise verschwunden und geheilt. Wir haben unser Wissen in diesem Blog geteilt. Damit haben wir uns unser Leid von der Seele geschrieben. Ein anderer Weg wäre eine Psychotherapie gewesen. Wie schön, dass unser Blog VERERBTES TRAUMA lebt und wächst zum Wohle vieler Menschen !

Psychofasching

Der Autor THOMAS MELLE hat 2016 sein Buch DIE WELT IM RÜCKEN publiziert. Der autobiographische Roman erzählt über seine manisch-depressive Erkrankung. Der Verfasser hat sich einer breiten Öffentlichkeit geoutet. Jetzt kann es jeder nachlesen: Es gibt kein Vertuschen und kein Verstecken, die bipolare Erkrankung des Autors ist allgemein bekannt. Dieser hatte die Hoffnung, dass das sich das Buch wie ein Firewall zwischen ihn und die chronischer Erkrankung legt. Es sei wie in der Nachkriegszeit: Man stehe sich neutral gegenüber und die Krankheit wagt keine Angriffe mehr. Frieden. Oder zumindest Nichtangriffspakt. Hier könnte ein vererbtes Trauma als Ursache der Manie und Depressionen vorliegen. Das von der Seele schreiben heilt die mehrgenerationalen Belastungen. Ein wirklich lesenswertes Buch und dem Autor weiterhin GUTE BESSERUNG!

Vererbter Essensmangel

Sie ist ein Kriegskind Jahrgang 1940. Eine ihr entsprechende Tarotkarte wäre die HERRSCHERIN. Sie dominiert ihre komplette Familie als unumstrittenesmächtiges Oberhaupt. Als Kind hat sie im 2. Weltkrieg und in den schlimmen Jahren danach Hunger und Entbehrung erfahren. Ihr Leben lang hat sie diese Erfahrungen durch excellente Koch- und Backkünste optimiert. Aber die Hungerenergien prägen ihre Familie trotz ihrer Bemühungen: Der Ehemann Jahrgang 1936 stirbt früh an Magenkrebs, ihr Sohn Jahrgang 1962 leidet an Hypochondrie und durchlebt viele Lebensphasen, die mit Essen, angeblichen Allergien und ähnlichem zu tun haben. Ihr Enkel Jahrgang 1992 magert jahrelang stark ab, beschäftigt sich ausschliesslich mit Essen oder Nichtessen, lässt sich auf Krebs testen. Ein Beispiel mehrgenerationalen Traumas bzw. vererbtem Essensmangel in Jahren des Essensüberflusses. Warum? Keiner spricht darüber, ein Familiengeheimnis dominiert nicht nur das Kriegskind sondern ihre Angehörigen bis in die dritte Generation! Keiner in dieser Familie denkt an eine Psychotherapie, die der jeweiligen Gesundheit nützen würde!

HITLER HIMMLER HESS

Wieviel gesünder und glücklicher wäre die deutsche Gesellschaft 2017, wenn es das 3. Reich nie gegeben hätte. Wie viel Zerstörung wäre Deutschland erspart worden- psychologische Zerstörung deutscher Familien und Zerstörung wertvoller Kultur der Gründerzeit und des Mittelalters. Vererbtes Trauma hätte sich nicht so tief bis in die jüngsten Generationen verwurzelt!

Die Aussteigerin

Die Drehbuchautorin Ariela Bogenberger rechnet in ihrem Dokufilm DIE AUSSTEIGERIN mit einer gefährlichen Psychosekte ab, in deren Fängen sie jahrzehnte lang war. Sie folgte einem psychologisch manipulativem Guru, der sie finanziell und sexuell ausbeutete. Er manipulierte sie mehr als 20 Jahre lang. Frau Bogenberger ist Jahrgang 1962, ein Kriegsenkel. Ihr Vater beging 1971 als Kriegsheimkehrer Selbstmord. Ein schwerer Verlust für eine Neunjährige. Auf der innerlichen Suche nach ihrem Vater suchte sie sich die väterliche Liebe bei dem ausbeuterischen Guru und kam erst von diesem los, als er Anfang 2017 starb. Jahrzehntelanges vererbtes Trauma, das direkt an die nächste Generation der drei Kinder weitergegeben wurde!

GRASMOND von Gerda Staudert

Ein sehr lesenswertes Buch zum vererbten Trauma ist GRASMOND von der Autorin Gerda Staudert.

Die fesselnde historische Familiengeschichte ist eingebettet in die Ereignisse der lebensbedrohenden letzten Tage des Zweiten Weltkrieges in einem Oberpfälzer Dorf . Gleichzeitig spannt sie einen Bogen zu den turbulenten Geschehnissen rund um das erste Regensburger Bürgerfest im Sommer 1973. Ein 20-jährige Kriegsenkel versucht emotionalen Abstand zu seiner Familie, im Besonderen zu seiner dominanten Traumamutter Walburga, einem Kriegskind zu bekommen. Bei einer zufälligen Begegnung mit einem Staatssekretär stößt er auf ein bedrohliches Familiengeheimnis aus dem Zweiten Weltkrieg, über welches vor allem sein Großvater schweigt. Irritiert macht der Kriegsenkel sich auf, die zwischenmenschlichen Verstrickungen zu entwirren. Ein bemerkenswerter literarischer Fokus auf vererbte Traumata!

Alkoholikerschatten

Mein Opa war auch Alkoholiker” – rechtfertigen sich manche Säufer! In Bayern sind schätzungsweise 500.000 Menschen alkoholabhängig. Hinter dieser Zahl steckt eine hohe Dunkelziffer. Viele deutsche Väter und Mütter, Kriegsenkel und Kriegskinder saufen. Söhne und Töchter von alkoholkranken Eltern erleben nachweislich Angst, Unsicherheit, Vernachlässigung und einen Mangel an Stabilität und Geborgenheit. Kindern aus Alkoholikerfamilien haben im Vergleich zu Gleichaltrigen ein sechsfach höheres Risiko, später selbst suchtkrank zu werden. Kinder müssen in die Elternrolle schlüpfen und Verantwortung für ihre Alkoholikereltern übernehmen. Diese Parentifizierung überlastet Kinder! Es ist immer wieder schrecklich, die mehrgenerationalen Alkoholkrankeiten im vererbten Trauma in deutschen Familien zu beobachten! Fast in jeder deutschen Familie ein Alkoholikerschatten, der besonders bei alkoholkranken Frauen multidemensionale Schattenwirkung auf ihre Kinder ausübt!