Vererbtes Flüchtlingsschiksal I

Die Flüchtlingsschiksale 2015 erinnern an die Traumata der Verstossenen vor 70 Jahren 1945.

2015 werden 1 Million Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen.

1945 waren es 12 Millionen Flüchtlinge im durch Bombenterror zerstörten Deutschland.

Flüchtlingsschiksal 1 1945:

Eine Frau der 2. Generation wurde 1943 in Breslau geboren. Diese Stadt liegt heute in Polen. Vor dem 2. Weltkrieg gehörte sie zu Deutschland. 1945 flüchtete sie mit ihrer Familie nach Heilbronn. Es fehlte an allem. Deshalb ging die Familie täglich zur Müllkippe am Ortsrand. Dort hatten sie schon den verbeulten Wasserkessel gefunden., der auf dem schmalen Eisenofen im einzigen Zimmer stand. Nun entdeckte die Mutter eine grosse weisse Schüssel mit einem Loch. Ausserdem nahm sie noch einen Topf mit, dem der Henkel fehlte. In der Familie gab es geschickte Hände. Man konnte einen Lötkolben auftreiben. Das Loch in der Schüssel wurde geflickt. Die Schüssel war noch viele Jahre im Wirtschaftswunder in Gebrauch. Wäsche wurde darin gewaschen und auch kleine Babys. Im Topf kochte die Mutter Eintöpfe mit Gemüse aus dem Garten. Die Familie hat 2015 mit dem vererbten Flüchtlingstrauma in der 4. Generation zu tun. 1945 Hunger leiden zu müssen verursachte bei der Enkelin eine Magersucht mit Bulemie.

Mehrgenerationale Magersucht

Viele deutsche Familien sind mehrgenerational ausgelöst durch Hunger im 2. Weltkrieg erkrankt und wahren bis heute ein Familiengeheimnis.

DER GROSSVATER geboren 1935.

Er hungerte schon als Kind im Mutterleib und flüchtete mit seiner Familie zum Kriegsende nach Bayern. Genug zu Essen war für den 1.85 m grossen Mann stets ein grosses Lebensthema. Er starb 2005 nach langem Leiden an Magenkrebs.

DER VATER geboren 1960.

Trotz der Geburt im nahrungsmangelfreien Nachkriegsdeutschland war er ein zu dünnes Kind. Auch als hochgewachsener Jugendlicher und junger Erwachsener mit 1.86m Körpergrösse hatte er stets Untergewicht. Die Familie sprach von einer idealen Figur. Er könne idealerweise essen was ihm schmeckte ohne dick zu werden. Als sein Vater an Magenkrebs erkrankte entwickelte er eine seltsame persönliche Copingstategie: Er bildete sich ein, keinen Fruchtzucker mehr essen zu dürfen, um nicht selbst an Magenkrebs zu erkranken. Dieser psychologische und physiologische Zustand hat sich bis ins Jahr 2015 verschlimmert.

DER SOHN geboren 1990.

Als Baby hatte er guten Appetit und verlebte eine glückliche Kindheit ohne Essensauffälligkeiten. Als er mit 16 Jahren zu seinem Vater zog, veränderte sich sein Essverhalten. Er wurde mit 1.85 m Körpergrösse immer dünner, weil er die Angst seines Vaters, an Magenkrebs zu erkranken verinnerlichte. Die Anzahl der Speisen, die er bisher gemocht hatte, reduzierte sich drastisch. In 2015 isst er nur noch vegan und viele veganen Lebensmittel auch nicht mehr. Er kaschiert seine Magersucht durch besonders gesundheitsbewusstes Essverhalten. Sein BMI ist besorgniserregend.

Die Magersucht ist seit mindestens drei Generationen in dieser Familie fortgeschritten. Das Thema ist tabu.

 

 

Oma vererbt Essverhalten an Enkel

Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass epigenetische Muster mittels eines vererbten Traumas Generationen überdauern. Nikotinsucht, Alkoholabhängigkeit, Liebesentzug oder Essverhalten. Die Oma lässt grüssen! Es sind in Forschungen etliche Einflüsse bekannt, die dem Genom einen erblichen Stempel aufdrücken und sich in der heutigen 4. Generation der Kinder und Jugendlichen bemerkbar machen.

Viele Mütter wissen, dass die Ernährung in der Schwangerschaft 2014 für die Gesundheit des Nachwuchses essentiell ist. Aber sie ahnen nicht, dass auch die Mangelernährung der Vorgenerationen in den Weltkriegen in den Genen ihrer Familie eingebrannt ist und ihre aktuellen Bemühungen torpedieren kann. Der Appetit der schwangerern Grossmutter bzw. die Knappheit an gesunden Lebensmitteln im 1. und 2. Weltkrieg kann das Diabetesrisiko oder die Magersucht bzw. die Adipositasgefahr bis in heutige Generationen beeinflussen. Der adipositive 18 jährige Enkel, der 2014 aufgrund seiner 150kg Körpergewicht nicht am Knie operiert werden kann, weil kein Krankenhaus dafür ausgestattet ist, erhält keine Therapie, weil das deutsche Gesundheitssystem keine Gelder zur Magenverkleinerung bereitstellt und auch keine Arbeitgeber ist bereit, eine Ausbildung oder Arbeit bereitzustellen, weil Dauerfehlzeiten befürchtet werden. Auf Basis des Erkennens eines mehr generationalen vererbten Traumas könnte diesem jungen Menschen geholfen werden. Die chemischen Abdrücke haben die Aktivität der Gene dauerhaft reversibel beeinflusst. Kleine Molekülgruppen bzw. Methylreste wurden an das Erbgut geheftet oder aber vom Erbgut entfernt. Das dazugehörige Gen erfuhr eine Methylierung in den Keimzellen. Der junge adipositive Mann bekam den Kriegshunger auf diese Weise vererbt. Die Forscher fanden 111 Abschnitte in den Spermien-DNA der Söhne, die besonders schwach methyliert sind. Die zugehörigen Gene funktionieren in den Enkeln nicht richtig. Der Nachwuchs in der 4. Generation zeigte daher klare Symptome einer adipositiven Diabetes. Offenbar richtet sich die menschliche Biologie auf nachhaltige Änderung der Versorgungslage ein und nicht auf Diäten oder plötzlichen Lebensmittelüberfluss.

Als Nächstes wollen die Forscher herausfinden, wie es mit den Urenkeln der 5. Generation im vererbten Trauma bestellt ist.

Epigenetische Forschungsergebnisse im vererbten Trauma

Die global agierende Hirnforscherin und Neuroepigenetikerin Isabelle Mansuy forscht auf dem Campus Irchel der Universität Zürich zum vererbten Trauma. Nachdem das menschliche Genom entschlüsselt wurde, werden ihre wissenschaftliche Ergebnisse globalisiert diskutiert. . Durch das Lesen des genetischen Codes konnten Rückschlüsse auf das vererbte Trauma gezogen werden. Diese Erkenntnis geht über das berühmte Mausmodell hinaus, das das Vererben von Traumata an Tieren nachweist. Denn die Genome von Mensch und Maus sind unterschiedlich.

Ihre Forschungsergebnisse zum vererbten Trauma sind begeisternd. Mansuy weist nach 15 Jahren Forschung epigenetisch nach, dass bei Erkennen des vererbten Traumas das eigene Leben geändert werden kann. Andere Forscher aus Baltimore und der TU München zeigen die Entschlüsselung aller menschlicher 18 000 Proteine aus 30 Zelltypen. Und zwar im Innersten des Körpers. Die Epigenetik weist nach, dass der Mensch keine Konstante ist. Unser Erbgut ist nicht statisch. Neue Proteine entstehen, nicht benötigte Gene werden stillgelegt. Unser Tun und unsere Erfahrungen setzen sich im Erbgut fest. Über die konkreten molekularen Mechanismen wird weiter geforscht. Die Neuroepigenetikerin ist überzeugt, dass wir mit gewissen Genen geboren wurden und deren Wirken selber beeinflussen können.

Frau Mansuy will mit ihren Forschungsergebnissen psychisch kranken Menschen helfen. Die Zahl derer, die wegen Depression, Angststörung Schizophrenie, Sucht, Magersucht, Adipositas, Bipolare Störung Borderline, Bulemie oder Sucht Hilfe sucht, nimmt zu. Fast jeder ist im Laufe seines Lebens einmal von einer Angstkrankheit betroffen. Vor allem junge Menschen der 4. Generation trifft es immer öfter. Eine Stigmatisierung im vererbten Trauma wird verhindert. Es gibt Hoffnung für die Gesundheit der deutschen Menschen, die hilflos vom vererbten Trauma tangiert wurden!

Suchtehe

In München wurde eine Selbsthilfegruppe SUCHTEHE für Suchtpatienten mit einer neuen Philosophie gegründet. Sie sucht Angehörige, bei denen ein Mensch in ihrer Umgebung von Alkohol-, Drogen-, Tabletten- oder Magersucht betroffen ist. Der Initiator sieht die deutsche Gesellschaft ungenügend zum Thema UMGANG MIT SUCHTKRANKEN aufgeklärt. Süchtige Ehepartner können den Abbruch ihrer Beziehungen im Verwandten- und Bekanntenkreis, in ihrer Ehe und am Arbeitsplatz nicht aufhalten. Somit kommt es zu einer Isolation des Erkrankten. Die Selbsthilfegruppe bietet allen Teilnehmern die Möglichkeit innerhalb eines geschützten Raumes mit anderen Betroffenen ihre persönliche Lebenssituation zu besprechen. SUCHTEHE gilt als Gruppe für alle nichtsüchtigen Angehörigen. Ihr Ansatz ist innovativ: es wird den Angehörigen nicht geraten, sich von der zehrenden Lebenssituation mit einem Süchtigen abzuwenden. Stattdessen soll eine Hinwendung zum Erkrankten erfolgen, um einen positiven Einfluss auf dessen Genesungsverlauf zu nehmen. Angesichts der hohen deutschen Suchtzahlen im vererbten Trauma mehrerer Generationen ein mutiges Unterfangen!

DIÄT=DIES ÄRGERNIS TÄGLICH

Wieviele deutsche Frauen der 3. Generation und Mädchen der 4. Generation streben eine Diät zur Gewichtsreduzierung an. Ist das vererbte Trauma im Spiel, weil sich ihre Mütter der 2. Generation und Grossmütter der 1. Generation im 2. Weltkrieg mit Körpergewicht aus Knappheitsgründen beschäftigten? Ist in manchen deutschen Familien das Gewicht ein mehrgenerationales Dauerthema und Familiengeheimnis?

DIÄT ist die Abkürzung für DIES ÄRGERNIS TÄGLICH. Anti Diät Tage sollten in Deutschland Schönheitsideale kritisch hinterfragen und gesunde Ernährung unabhängig von der Körperfülle proklamieren. Wenn aber ein Gewichtswahn tief in der Frauenseele vererbt ist, kann die Anzahl der magersüchtigen weiblichen Deutschen nicht sinken.

Hunger hurts but starving works

Einer Studie zufolge verändert sich der Stoffwechsel in Familien, die im 2. Weltkrieg Hunger litten. Insbesondere im Kriegswinter geborere Deutsche haben durch ihre Knappheitserlebnisse das Erbgut ihrer Nachfahren beeinflusst. Nahrungsmittel waren rar, die Babys drastisch unterernährt. Trotz der verbesserten Lebensverhältnisse des deutschen Wirtschaftswunders in den 60er Jahren blieb die Not im Erbgut zurück. Eine posttraumatische Stresserkrankung hat in vielen Familien zu Magersucht in der 4. Generation der heutigen Jugendlichen geführt. Doch das Problem magersüchtiger Teenager wird oft als Familiengeheimnis gewahrt. Die Eltern verhindern aus Statusgründen eine Therapiemöglichkeit für ihre Kinder. Die Magersucht in deutschen Küchen ist zum gesellschaftlichen Problem geworden, obwohl es alles zu Essen gibt, was sich der Verbraucher nur wünschen kann.

In Deutschland sind 100.000 Menschen von Magersucht betroffen. Besonders gefährdet sind Menschen zwischen 12 und 18 Jahren. Davon haben 29% der Mädchen und 15% der Jungen eine Essstörung. In vielen Familien heisst es dann WENN DU SO WEITERMACHST, WIRST DU STERBEN! Das Essverhalten kann jedoch nur nachhaltig positiv beeinflusst werden, wenn die Familientraumata aufgelöst werden. Die Diskussion über Einflüsse von Germanys next Topmodell verlieren vor diesem mehrgenerationalen Hintergrund an Einfluss.

 

 

 

 

Vererbte Diabetes in der 4. Nachkriegsgeneration

Das vererbte Zuckertrauma der Deutschen zieht sich bis in die 4. Nachkriegsgeneration. Bereits kleine Kinder sind von Diabetes Typ 1 betroffen. 30.000 deutsche Kinder spritzen sich viermal täglich. Verzweifelte Eltern ängstigen sich um die Unterzuckerung und den Zuckerschock ihrer Kleinkinder. Viele Jugendliche erkranken an Adipositas und Fettsucht.

Diabetes trifft nicht nur Senioren mit Typ 2, die den Zuckermangel ihrer Kriegskindheit kompensierten. Diese Stoffwechselerkrankung hat sich vermutlich tief ins deutsche Erbgut eingeschlichen. Diabetes Neuerkrankungen von Kleinkindern betragen jährlich 2-4%. Rund 30.000 Kinder unter 18 Jahren leiden in Deutschland an Typ 1 Diabetes. Das Immunsystem entgleist und zerstört die Insulin produzierenden Zellen. Die individuelle Gesundheitssituation des Kindes eskaliert, wenn Alkohol- oder Drogenskonsum hinzu kommen. Auch Fettleibigkeit bzw. Adipositas sowie Magersucht begünstigen Diabetes.

Was sagt die Seele bei Diabetes: Das Leben hat nichts Süsses mehr. Tiefer Kummer. Sehnsucht nach dem, was gewesen sein könnte. Grosses Bedürfnis nach Kontrolle.

Die aktuell entbrannte Diskussion um eine Zuckersteuer bzw. Zwangsabgabe auf deutsche Lebensmittel kann das Problem nicht lösen. Erst wenn das vererbte Zuckertrauma in den Familien erkannt wird, ist Abwendung von Gesundheitsrisiken möglich. Der Welt – Diabetes Tag könnte auf diese Zusammenhänge hinweisen.

Vererbter Hunger

Wie nimmt ein Mensch mit Magersucht sich wahr? Er glaubt, er sei zu dick. Er nimmt sich nicht so autentisch wahr, wie er ist und wie ihn die anderen sehen. Er versucht durch perfekte Fitness sein Gewicht zu reduzieren. Oftmals kann eine Sportsucht zur Sportbulemie werden. Das Essverhalten erscheint krankhaft. Ist Stress zu hoch? Wie kann der Kontrollverlust bemerkt werden? Wie erfolgt die individuelle Steuerung der Nahrungsmittelzufuhr? Ist auch Narzissmus beteiligt als falsche Selbstbezogenheit?

Sind vornehmlich Menschen betroffen, deren Familien ein verebtes Trauma durchleben? Die in den Weltkriegen Hunger litten?

Die These des Zusammenhangs zwischen vererbtem Trauma und Magersucht ist innovativ in Deutschland! Bis zum Jahrestag 70 Jahre Ende 2. Weltkrieg 2015 gilt es, diese These zu beweisen.

 

Magersucht

Viele Menschen und Familien in unserer Gesaellschaft haben mit Magersucht zu tun. Deutschland war im 1. und 2. Weltkrieg ein Volk, dass extrem mit Hunger zu tun hatte. In den 50 er Jahren wurden die Hungerjahre kompensiert. Sind deshalb heutige Generationen und Familien ehe mit Magersucht bzw. Adipositas tangiert als andere Nationen?