Vererbte Homosexualität

Heute heißt es: Deutschland ist bunt. Im 3. Reich hiess es: Vorbestrafte Schwule und Lesben auf Rosa Listen nach dem 1871 erlassenen und im 3. Reich verschärft angewandtenberüchtigten Homosexuellen Paragrafen 175 des Strafgesetzbuches. Dieser bestand bis 1969 und wurde erst 1994 abgeschafft. Schon in den 20er Jahren wurden Homosexuelle in Deutschland verfolgt. Von 1933-1945 wurden im Reich etwa 70.000 Männer wegen Homosexualität abgeurteilt. Für die Nazis waren Schwule und Lesben Staatsfeinde, die nicht für Nachwuchs sorgten und eine seuchenartige Bedrohung für das deutsche Volk darstellten. Homosexuelle hatten keinerlei Rückhalt in der deutschen Gesellschaft und wurden in ihren eigenen Familien todgeschwiegen. Es herrschte Denunziantentum, jeder verräterische Fall wurde von den Behörden verfolgt. Dabei war die Nazi führung wie beispielsweise der SA Chef Ernst Röhm selbst homosexuell. Der auf der Rosa Liste stehende Schneider Franz Kopriva wurde 1934 als amtbekannter Homosexueller festgenommen und ins KZ Dachau gesteckt. Gauleiter Adolf Wagner trieb seine Verfolgung voran. Heute ist rosa in der deutschen Gesellschaft eine unbelastete beliebte Farbe. Trotzdem verschweigen noch heute deutsche Familien ihre homosexuellen und lesbischen Angehörigen. Dabei kann man seit 2017 legal heiraten. Diese Familiengeheimnisse belasten nachfolgende Generationen, die ein Outing meist aus Angst nicht wagen. Vererbte Homosexualität sollte endlich bunt werden! Der deutsche Justizminister 2017: MIT UNSEREM GESETZ WOLLEN WIR DIE OPFER REHABILITIEREN! DIE VERURTEILTEN HOMOSEXUELLEN DÜRFEN NICHT LÄNGER MIT DEM MAKEL DER VERURTEILUNG LEBEN MÜSSEN. DEN WENIGEN OPFERN, DIE HEUTE NOCH LEBEN, MUSS ENDLICH GERECHTIGKEIT WIDERFAHREN!

vererbtes Familiendrama

Die 71 jährige Autorin NATASCHA WODIN wurde im April 2017 mit dem Leipziger Buchpreis, der wichtigsten Literaturauszeichnung in Deutschland,  ausgezeichnet. Dieser renommierte Preis der Leipziger Buchmesse in Höhe von 45.000 Euro wurde für ihren Roman SIE KAM AUS MARIUPOL verliehen. Wodin erzählt eine literarische Biografie ihrer Mutter, die aus der ukrainischen Hafenstadt Mariupol stammte. Als junge Frau bzw. Kriegskind erlebte sie den Untergang ihrer Adelsfamilie im stalinistischen Terror. 1944 wurde sie als Zwangsarbeiterin des 3. Reiches nach Deutschland verschleppt. Wenige Jahre später nahm sie sich das Leben. Ihre beiden Töchter waren zu diesem Zeitpunkt vier und zehn Jahre alt. Es handelt sich um eine persönliche Spurensuche der Autorin, die ihrem Verlust und den Verlustängsten eine Sprache gibt. Sie erlebte als Kind Entwurzelung und Fremdheit, ihre Mutter als Zwangsarbeiterin und wuchs in Nachkriegslagern auf. Mit existentieller Wucht werden Nachkriegserlebnisse geschildert, die sich bis in die heutige Familiengeneration auswirkt. Ein grossartiges Buch gegen das Schweigen dieser Kriegsgeneration. Die Autorin wirft als Kriegsenkel einen Lichtstrahl auf das unermessliche Leid ihrer Mutter und erhellt damit das Schicksal hunderttausender Zwangsarbeiter im Nachkriegsdeutschland. Ein wirklich lesenswertes Buch für Interessierte, die ihr vererbtes Trauma aufarbeiten wollen!

Energieraubender Narkosering

Im SWR TV Programm konnte am 11.12.2016 um 7:30 Uhr ein interessanter Vortrag des deutschen Traumaprofessors Dr. Ruppert verfolgt werden. Er beschreibt erlebte Traumata von Kriegen als Hilflosigkeit, Ohnmacht und Fehlen von Handlungsfähigkeit. Jeder Krieg vom 1. und 2. Weltkrieg bis Afganistan oder Syrien erzeuge Traumatisierungen, persönliche Spaltungen, energieraubende Narkoseringe der Betroffenen. Diese Traumatisierten führen den Krieg und Terror in Ehe und Familie weiter fort. Die Täter-Opferstrukturen lassen sich nach Jahrzehnten weiterverfolgen. Krieg erscheint als Traumaheilung, da die Angst übermächtig im Körper verbleibt.

Beispielhaft sei von einem Kriegskind Jahrgang 1938 erzählt. Auf der Vertreibung aus dem Sudetenland traumatisiert, terrorisiert sie als Narzisstin noch 70 Jahre danach untherapiert ihre Familie als Täter. 2016 flüchtete sie abermals – in ein anderes Seniorenheim zusammen mit ihrem dementen Ehemann Jahrgang 1936. Als Traumafolge geht sie als Stressreaktion weiter auf die Flucht, die traumatisierte Kindheitssituation wird wiederholt. Sie fühlt eine äussere Bedrohung, die nicht real existiert. Psychopharmaka zur Betäubung und Schutz helfen nicht. Die veränderte psychische Hirnreaktion bzw. Spaltung nach der Traumaerfahrung 1945 hat die Psyche krank nachhaltig gemacht. Nur der 70 Jahre alte Betäubungs- und Narkosering lässt sie glauben machen, es sei niemals ein Trauma in ihrem Leben passiert. Die Scheidung ihrer Tochter Jahrgang 1968 hatte die Frau seit 2015 so angetriggert, dass sich ihr altes Traumaüberlebensprogramm abspulte. Sie wurde wieder zum Täter, obwohl sie zeitlebens den Anschein gab, Opfer zu sein. Hass, Gewalt und Herzenskälte gegenüber ihren Kindern und Enkeln lässt sie bis zum Tode ihren persönlichen Krieg weiter führen. Die eigene Familie ist zerstört, weil sich die traumatisierte Täterin als Überlebensstrategie seit 70 Jahren unschuldig darstellt und in ihrer Ehre angegriffen fühlt bzw. jede Zurrredestellung als Beleidigung dementiert. Ihr Motto ist seit 1945: IRGENDEIN FEIND IN IHRER FAMILIE EXISTIERT IMMER, UM IHREN KRIEG ALS TRAUMATISIERTE WEITER FÜHREN ZU KÖNNEN! Verantwortung für ihre eigene in den Grundfesten zerstörte Familie trägt sie dabei nicht. Jeder Traumatisierte kann sich mit einem Traumatherapeuten seine Gesundheit zurück erkämpfen. Der Generation der Kriegskinder bleibt dieser therapeutische Weg aus innerer Überzeugung verschlossen! Die Generation der Kriegsenkel wurde durch vererbtes Trauma so belastet, dass die Auflösung der Kriegstraumata des 2. Weltkrieges in der Zukunft eine Aufgabe der Gesellschaft bleiben wird.

Feminazismus

Seit fast 80 Jahre lang haben die deutschen Frauen keine Lobby in Beruf und Gesellschaft. Im dritten Reich wurden sie an den Herd zurück beordert und zur Kindererziehung genötigt. 2016 ist ein ebensolcher Sturm des Frauenhasses und Feminazismus zu verzeichnen. Nur 20 Prozent der deutschen Männer befürworten eine Frau als Hauptverdienerin in ihrer familie. Es wird zwar Gleichstellungspolitik in den Unternehmen und Behörden betrieben, aber wenig Frauen erhalten tatsächlich höherer berufliche Positionen? Warum tun sich heute immer noch Männer schwer, einer Frau im Job zu unterliegen. In den preussischen Hierarchiestrukturen der Betriebe werden Frauen in untere Stellenwelten verdrängt. Sie werden gemobbt. Es wird Ihnen wie im 3. Reich signalisiert, man würde sie lieber heute als morgen nach Hause schicken. Deutsche Männer haben Angst vor fachkompetenten und selbstbewussten Frauen. Ein gesellschaftlicher Aufschrei erfolgt nicht, wenn die bevorzugten Mobbingopfer im Internet die Alpha Frauen sind. Handelt es sich um eine feministische Grossverschwörung? Der alte und neue Hass auf Alphafrauen entspringt der männlichen Schwäche im Beruf. Er ist Ausdruck einer neuen Männerangst – Angst, den Job an die weibliche Konkurrentin zu verlieren, Existenzangst, Verlustangst. Ähnliche Diagnosen wurden im 3. Reich offengelegt. Der deutsche Mann spricht von Kastration. Die deutsche Frau von Feminazismus. Armes Deutschland!

Vererbtes Flüchtlingsschiksal II

Die Flüchtlingsschiksale 2015 erinnern an die Traumata der Verstossenen vor 70 Jahren 1945.

2015 werden 1 Million Flüchtlinge in Deutschland aufgenommen.

1945 waren es 12 Millionen Flüchtlinge im durch Bombenterror zerstörten Deutschland.

Flüchtlingsschiksal 2 1945:

Der Mann wurde 1930 in Schlüchtern geboren. Während des 2. Weltkrieges lebte er mit seiner Familie eine Zeit lang versteckt auf einem Bauernhof. Der Ort liegt heute in Polen. Hungrig, müde und mit 2 Koffern kam die flüchtende Familie in Nürnberg an. Eine junge Einheimische hatte Mitleid mit ihnen und half, die Koffer im Januar 1945 zum Hauptbahnhof zu tragen. Wenige Stunden später erreichten sie Amberg, wo eine Schwester der Mutter sie beherbergte. Endlich gab es wieder etwas zu essen und zu trinken. Ein Zimmer mit zwei Betten wurde das neue Zuhause. Einen Kleiderschrank gab es nicht. Die Familie war froh, nicht ins Flüchtlingslager zu gehen. Nach und nach trafen weitere Mitglieder der Familie in Amberg ein. 14 Tage lang waren sie auf Pferdewagen nach Nürnberg unterwegs gewesen. Eine Tochter wurde in Wien von einem Bombenangriff verwundet. Der Bruder war Soldat und wurde von den Amerikanern interniert. Der Vater der 1. Generation kam nicht aus dem Krieg und galt ab Januar 1945 als vermisst. Nach der Flucht waren sie bettelarm. Die Familie bekam zunächst kein Geld vom Staat. Die Kinder standen stundenlang beim Bäcker um ein Brot an. Meist war der Brotbestand ausverkauft, bis das Familienmitglied an der Reihe war. Wie die Mutter mit den wenigen Lebensmittelmarken alle satt bekam, ist heute noch ein Rätsel.

Der Mann musste 2015 in ein Pflegeheim. Er reagierte agressiv und depressiv. In seinem Leben sollte er ein zweites Mal eine Fluchtsituation durchstehen, indem er alles Materielle zurücklassen musste wie 1945. Er wurde psychologisch angetriggert durch die Situation und war voller Angst, ein kleines Zimmer im Altenheim beziehen zu müssen. Die 70 jahre vergangenen Traumata kehrten in sein Bewusstsein zurück. Als seine Angehörigen das verstanden, konnten sie mit ihrem Angehörigen verständnisvoller und wertschätzender umgehen.

Drei traumatisierte Eisheilige

Erst kürzlich offenbarte die Süddeutsche Zeitung in einem Artikel DIE DREI EISHEILIGEN, wie affin die Mehrheit der Deutschen auf MACHT, STATUS und GELD reagieren. Sowohl beruflich als privat gehen viele über Leichen, um die drei Eisheiligen in ihrem persönlichen Leben verwirklichen zu können. Emotionale Ziele wie Achtsamkeit, Wertschätzung oder soziales Engagement oder Ehrenamt treten bei diesen narzisstischen Persönlichkeitseigenschaften weit ins Hintertreffen.

Forscher vermuten, dass vererbtes Trauma die drei Eisheiligen und ihre materielle Ausrichtung verursacht haben. Verlust von Eigentum auf der Flucht 1945, tiefe Familiengeheimnisse aus dem Naziregime, Angst im Bombenterror und Sucht beeinflussen das kopflose Streben nach Macht, Status und Geld in deutschen Familien. Aufgrund der Anforderungen in der Zukunft ist diese Entwicklung in unserer Gesellschaft sehr zu bedauern.

Was bleibt

Die ARD sendete am 8. Juli 2015 um 20:15 Uhr das TV Drama WAS BLEIBT. In beeindruckender Weise wurden die schwelenden Konflikte während eines Familientreffens aufgezeigt. Ein Ehepaar lädt über das Wochenende ihre beiden erwachsenen Söhne ein, doch die Illusion einer glücklichen Familie zerplatzt. Im Zentrum des Spielsfilms steht die 59 jährige Mutter genial gespielt durch C. HARFOUCH. Sie ist seit Jahrzehnten an einer schweren Depression erkrankt. Die Söhne haben von Kindheit an gelernt, ihre kranke Mutter zu schonen, ihre Probleme von ihr fern zu halten und eigene Verantwortung zu übernehmen. Nach dreissig Jahre mit dieser Krankheit erzwingt die Mutter einen Neuanfang, indem sie ihre Tabletten abgesetzt hat. Der Ehemann hatte eine Wochenendehe geführt, bis er vor zwei Jahren eine Freundin genommen hatte. Die Kommunikation in dieser deutschen Familie ist tot. Jeder hat seine eigenen Geheimnisse. Die depressive Mutter hat die psychologische Macht über Söhne und Ehemann. Diese sind permanent ängstlich etwas zu tun, was die Mutter kränker macht. Diese spielt mit ihren Familienangehörigen bis sie sich am Ende selbst umbringt. Danach fliessen die Familienenergien wieder positiv: Der älteste Sohn kann sich wieder mit der Mutter seines kleinen Kindes Zowie versöhnen und sein Leben in Ordnung bringen, der zweite alkoholkranke Sohn schafft es, eine neue erfolgreichere Praxis als Zahnarzt in Schweden zu eröffnen, der Ehemann macht nach Jahren der Belastungen in seiner Ehe eine Reise mit seiner Freundin nach Jordanien.

WIR SIND GEFANGENE DESSEN, WAS DIE MUTTER MIT UNS GEMACHT HAT! In Familien mit vererbtem Trauma bzw. einer schweren Depressionserkrankung können die Angehörigen sich nicht vor negativen Familienprozessen schützen und erst gesunden, wenn das kranke Familienmitglied aus dem Familienverbund ausgeschieden ist. Ein Dank an die ARD und den Regisseur HANS-CHRISTIAN SCHMID, die diesen Aufklärungsfilm möglich gemacht haben.

Wir sind Opfer von Opfern

In seinem im Juni 2015 neu erschienenen Roman IM FRÜHLING STERBEN erzählt RALF ROTHMANN über das Leben seines Vaters im 2. Weltkrieg. Der Autor schildert die Mauer des Schweigens, die den inzwischen verstorbenen Vater umgab. Dieser war als siebzehnjähriger SS-Kindersoldat aus dem Ruhrgebiet für Hitler 1945 in ein Kriegsgefangenenlager gelangt. Ein Leben lang wollte der Sohn das Schweigen über das Erleben vor 70 Jahren verstehen. Nach seinem Tod rekonstruierte er dessen Leben in einem Roman, um sein eigenes vererbtes Trauma aufarbeiten zu können. Als SS Mann soll sein Vater unter dem Kriegsmotto KAMPF BIS ZUM TOD seinen besten Freund erschiessen. Tod, Gewalt, Angst prägten das Leben des Vaters, der um sein Leben betrogen wurde. Lesenswerte, ergreifende Literatur im vererbten Trauma! Die Schilderung, warum die 3. Generation der in den 60er und 70er Jahren Geborenen  Opfer der vom Krieg tangierten Angehörigen ist.

Depressionsgeneration

Nach Meinung vieler Forscher liegt die Ursache von Depressionen in Deutschland darin, dass Betroffene in der Kindheit Verluste erlitten haben. Keine der psychischen Krankheiten lässt sich besser transgenerational vererben wie die Depression. Erlitt ein Familienmitglied im 2. Weltkrieg einen Bindungsverlust durch Tod seines Vaters als Wehrmachtsoffizier oder der Mutter bei der Vertreibung aus den Ostgebieten, so kann 70 Jahre später eine chronische Depressionsneigung in dieser Familie vorliegen. Wer auf etwas verzichten muss, das ihm wichtig ist, verliert einen positven Verstärker im Leben und zieht sich aus erlernter Hilflosigkeit im Leben zurück. Kinder, die ein Symbiosetrauma erleiden, entwickeln negative Gedanken über sich und ihre Welt. Später geben sie sich als Depressive meist selbst die Schuld daran, wenn ihnen etwas Schlechtes widerfährt. Erfolg empfinden sie nicht als eigenen Verdienst. Deutsche Familien die durch ein depressives vererbtes Trauma mehrgenerational belastet sind, gelangen in psychosozialen Stresssituationen wie Scheidung, Kündigung, Krankheit immer wieder in den Teufelskreis der Depression. Wenn belastende Erfahrungen durch einen drohenden oder tatsächlichen Verlust reaktiviert werden, erleben die Betroffen eine dauerhaft undiffernziert negative Stimmungslage. Manche Depressive verlassen nicht einmal mehr ihr Bett, bei anderen Depressiven fällt die Erkrankung nicht auf. Mehr als drei Viertel entwickeln eine weitere psychische Störung wie Alkohol-, Drogen- und Medikamentenabhängigkeit bzw. Angststörungen. Jeder zweite Patient hat Selbstmordgedanken und mindestens die Hälfte der Suizide geht auf eine Depression zurück. Welch belastete deutsche Depressionsgeneration!

Psychisch stigmatisierte Traumata

Endlich dürfen Angehörige der Eutanasieopfer des 3. Reiches über ihre vererbten Traumata berichten und die Schicksale ihrer Familien aufarbeiten.. Die Stigmatisierung der 1940 in Heil- und Tötungsanstalten deportierten Deutschen kann zum 75. Gedenktag des Endes 2. Weltkrieges am 8.5.2015 aufgehoben werden. Hunderttausende psychisch Kranke und Behinderte waren von den Nazis getötet worden. Der kalkulierte Massenmord in der NS-Zeit zeugt von dramatischen Einzelschicksalen, die von vielen Familien bis heute als Familiengeheimnisse verschwiegen wurden. Wie verarbeiten deutsche Familien ein 75 Jahre altes Trauma, das bis in die Gegenwart reicht? Man sprach nicht über die getöteten Väter, Mütter, Grosseltern aber psychologisch rissen die Verlusttraumen grosse Wunden. Man sprach nicht über die psychischen Erkrankungen, die womöglich bis heute in den Familien wüten: Schizophrenie, Depression, Psychose, etc. Diese psychischen Krankheiten galten als Makel. Man hatte das nicht. Und 2015 negiert man diese psychischen Krankheiten nach wie vor. Aus vererbter Angst? Noch heute haben Angehörige Schwierigkeiten, offen über psychische Familienleiden zu sprechen. Sie verdrängen und haben jahrzehntelang Schuldgefühle. Aber sie wollen ihren getöteten Familienmitgliedern nahe sein und einen Platz in ihrem Gedächtnis einräumen. Mit einer neuen Transparenz und Offenheit! Vorbildlich!